Presseberichte 
2021

Gesundheitliche Probleme 
stoppen Dietmar Benter

Vorsitzender des Kneipp-Vereins legt Amt nieder / Problempunkt: Bewegungsraum

VON DIETER NIEDERHEIDE
Geehrt wurden auf der Jahrestagung des Kneipp-Vereins von Silke Delicat, (2.v.links) und Manfred Barg (rechts) Annemaria Uhrner (links) für 40-jährige Zugehörigkeit, Renate Krüger (3.v.l.) (25 Jahre Mitglied), Marianne Löhmann (4.v.l.) Thea Temp (5.v.l.) (40 Jahre Mitglied).
Es fehlt Ruth Brinkmann (40 Jahre Mitglied).
Foto: Dieter NiederheideSyke – Silke Delicat verkündete die Hiobsbotschaft zu Beginn der Jahreshauptversammlung des Kneipp-Vereins: „Seit heute haben wir keinen Vorsitzenden mehr“, sagte die 2. Vorsitzende des Vereins den Mitgliedern im DGH Heiligenfelde. Aus gesundheitlichen Gründen hatte Dietmar Benter sein Amt als Vorsitzender des Kneipp-Vereins Syke niedergelegt (wir berichteten). Per Brief hatte er Delicat über diesen Schritt informiert.Der Kneipp-Verein Syke ist damit, wie schon 2019, erneut auf der Suche nach einem ersten Vorsitzenden. Benter hatte im Februar 2019 das Amt von Manfred Barg übernommen. Benters Handschrift tragen unter anderem der Kneipp-Rundweg, der Kneipp-Schrebergarten im Kleingartengebiet Friedeholz, die Geschäftsstelle des Vereins und der Übungsraum für Kurse in der Rieden-Passage.Noch einige Tage zuvor hatte Dietmar Benter seine Rede, die er auf der Jahrestagung halten wollte, unserer Zeitung zugeschickt. Auf der gut besuchten Jahreshauptversammlung waren es Silke Delicat und Manfred Barg, der kommissarisch die Kassengeschäfte führt, die zur Lage berichteten und den Geschäfts- und Kassenbericht für 2020 erläuterten. Delicat: „Es war ein aufreibendes Jahr, aber wir haben es gepackt.“ An die Mitglieder appellierte sie, den Vorstand mehr zu unterstützen. Sie zeigte sich optimistisch, als sie sagte: „Es normalisiert sich alles wieder.“ Ihr sprach Manfred Barg Dank aus – für das Engagement, das sie in der schweren Zeit leistete. „Sie hat sich für den Verein aufgerieben“ sagte Barg.An dieser Stelle zitieren wir aus der Rede, die Benter auf der Jahrestagung halten wollte. Er geht dabei darauf ein, dass der Einbruch der Einnahmen ab März 2020 auf den Verein zukam, als es Stopp für alle Kurse hieß. Das bedeutete Umsatzverluste. Trotz Spenden aus dem Kreis der über 300 Mitglieder (vorwiegend Ü65) geriet der Verein finanziell in die Bredouille. Wie Benter schreibt, war ein Spendenaufruf an Syker Geschäftsleute, an die Stadt und andere Institutionen so gut wie wirkungslos.Zum Rettungsanker in Sachen Finanzen wurde schließlich das Steuerbüro Contex, dem es, so Benter, gelang von einer staatlichen Stelle Unterstützung zu bekommen. Ohne diese Unterstützung habe die Insolvenz gedroht. Per Kraftakt des Vorstandes sei diese am Ende vermieden worden.So ganz scheint die finanzielle Misere dennoch nicht vom Tisch zu sein. Zwar laufen die zwölf Kurse des Kneipp-Vereins wieder an, aber es gibt einen kostenträchtigen Punkt, und das ist die Anmietung des Übungsraumes in der Rieden-Passage. Manfred Barg, der als kommissarischer Kassenwart von der Versammlung bestätigt wurde, machte deutlich, dass man die Geschäftsstelle in der Passage behalten möchte, aber den Bewegungsraum nicht.Ob der Mietvertrag für den Bewegungsraum aufgelöst werden kann, darüber, so Barg, werden noch Gespräche geführt. Auf Nachfrage unserer Redaktion machte Barg klar: Wenn der Mietvertrag für den Bewegungsraum nicht aufgelöst wird, droht dem Verein 2022 tatsächlich die Insolvenz.Erhalten bleiben soll den Mitgliedern der Schrebergarten. Barg rechnet dennoch für das Rechnungsjahr 2021 am Ende mit einem Plus in der Kasse. Auf einen Haushaltentwurf für 2021 wurde verzichtet, da das Jahr eh bald vorbei ist. Dem Vorstand wurde von den Mitgliedern Entlastung erteilt. Veranstaltungen wie Weihnachtsfeier, Kohlessen und Spargeltour sollen ausgerichtet werden. Aktiv sind inzwischen auch Sparten des Vereins wieder.

Lust auf Fluss

Tatsächlich: Syke liegt an einem Fluss. Nur selten ist die Hache aber so malerisch erlebbar wie hier am Freibad.
Nicht zufällig führt der Kneipp-Rundweg auch hier entlang. Foto: Michael Walter

Syke – Fangen wir mal ganz banal an: Syke liegt an einem Fluss. Bloß davon merkt man meistens nicht sehr viel. Nicht zuletzt deshalb hat der Kneippverein jetzt einen neuen Spazierweg angelegt. Vordergründig, um damit den 200. Geburtstag von Pfarrer Sebastian Kneipp zu ehren. Aber eben nicht nur.„Eigentlich kommt die Hache gar nicht richtig zur Geltung“, sagt Vorsitzender Dietmar Benter. Mal eben das Stadtbild ändern und den Fluss erlebbarer machen, kann er zwar auch nicht. Aber Lust drauf machen, die Ecken abzuklappern, an denen man das Wasser sieht: Das kann der Kneippverein leisten.Knapp sieben Kilometer lang ist der Weg. Von der Innenstadt aus die Hache abwärts, dann einmal quer durchs Friedeholz, rauf auf den Hoyaer Berg und dann wieder zurück in Richtung Innenstadt. Und die einzelnen Stationen auf diesem Weg sind bewusst als „Ruhepunkte“ gedacht.Der Europagarten ist so einer. Denn Benter ist sicher: Die Idee von einem offenen und einigen Europa hätte Pfarrer Kneipp gefallen.Ein weiterer Ruhepunkt ist der alte Friedhof an der B 6, von wo aus man abseits der Bundesstraße auf weichem Waldboden Richtung Freibad weiterlaufen kann. „Hier finden sich Reste aus vergangenen Zeiten, die dazu einladen sollen, sich über die Schnelllebigkeit Gedanken zu machen“, sagt Benter.Ein Stück dahinter verlässt die Route den Flusslauf und führt – einmal über die Straße – quer durchs Friedeholz bis zum Vorwerk und von dort weiter auf den Hoyaer Berg.Beim Kleingartenverein dort oben hat der Kneippverein vor einiger Zeit eine Parzelle gepachtet (wir berichteten). „Dort kann man sich auf einer der vielen Bänke niederlassen und den Blick auf die Stadt richten“, sagt Benter. „Oder aber die Bedeutung der vielen Kräuter im Garten erforschen und erkennen, wogegen sie gut zu gebrauchen sind.“ Was Dietmar Benter und seine Mitstreiter dort ziehen, wirkt gegen Erkältungen, Herzbeschwerden und Verdauungsprobleme – versichern sie zumindest. Auf jeden Fall kann man es aber als Küchenkräuter verwenden.Am Ende der Runde bietet das Kneippbecken am Mühlenteich Gelegenheit, die inzwischen müden Füße zu kühlen.Ursprünglich ging die Idee des Kneippvereins viel weiter: Die Gastronomie sollte ins Konzept einbezogen werden. Ebenso die Kirchengemeinden, die Angebote zu Andacht oder Meditation hätten machen können. Doch all dem hat Corona einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Aber das kann ja in Zukunft noch kommen. Ebenso wie die Wasserspender, die der Verein gerne mit der Stadt zusammen aufstellen möchte.Trotzdem gibt’s so einen Rundweg nicht für lau. Selbst wenn fast alles vorher schon da war. Karten und Info-Flyer kosten Geld. Erst recht die Hinweistafeln an den Ruhepunkten, auf denen erklärt ist, was das alles ist und was es soll. Ohne Spenden, sagt Benter, wäre das nicht möglich gewesen. Und sein Dank gilt diesbezüglich Kreissparkasse, Avacon und der Stadt Syke.

Der Syker Kneipp-Verein 
geht seinen Weg

Dem berühmten Heilkundler wird ein Rundwanderweg gewidmet

JOSHUA LEIVE
Syke. Die Stadt Syke hat einen neuen Wanderweg, genauer gesagt sogar einen neuen Themenwanderweg. Er ist Sebastian Kneipp und seinen Lehren gewidmet. Eingerichtet wurde der 6,5 Kilometer lange Weg vom Syker Kneipp-Verein. Vereinsvorsitzender Dietmar Benter und seine Stellvertreterin Silke Delicat eröffneten ihn am Dienstag mit einer kleinen Feierstunde am Kneipp-Becken im Edgar-Deichmann Park.„Wie kann Sebastian Kneipp in Syke sichtbar gemacht werden?“ Diese Frage habe er sich schon vor einiger Zeit gestellt, als der 200. Geburtstag des bekannten Naturheilkundlers immer näher rückte, bekannte Benter bei der Eröffnung. Die Lösung war schnell gefunden: Mit einem Rundweg in der „grünen Stadt“ an der Hache. Dabei sollen die fünf Säulen der kneippschen Lehre eine wichtige Rolle spielen: Wasser, Ernährung, Pflanzen, Bewegung und Balance.Dass der Weg am Kneipp-Becken neben dem Mühlenteich startet, ist daher kein Zufall, kommen dort doch gleich zwei Säulen aus den Lehren des heilkundigen Pfarrers zum Tragen: Wasser und Bewegung. Dennoch ist es Dietmar Benter wichtig, zu erklären, dass dieser Weg kein Fitnessparcours ist. Vielmehr solle der Kneipp-Weg den Menschen ermöglichen, „dass man in Ruhe das genießt, was die Stadt Syke anbietet“, betont er. Ob man ihn daher zu Fuß nutzt oder sich auf das Fahrrad schwingt, sei dabei vollkommen nebensächlich. Auch ob Nutzer ihn in Gänze entlanggehen oder nur in Teilstücken nutzen, spielt keine Rolle. „Dann macht man das eben“, so Benter. „Wir müssen alle ein wenig langsamer werden und lernen, bewusster mit uns selbst umzugehen“, erhält er Unterstützung von Sykes Bürgermeisterin Suse Laue. Und genau das sei ja die Grundlage der kneippschen Lehre. „Der Kneipp-Rundweg ist eine Bereicherung für Syke“, ist sie überzeugt.An der Hache entlang geht es weiter zum von Gras umringten Kräuterbeet am Europa-Garten. Dieser wird durchquert, und weiter geht es an der Hache bis zum alten Syker Friedhof an der Bundesstraße 6. In der Nähe laden das Freibad und das Kreismuseum zu einem Besuch ein.Über den Hachepadd, ein weiterer Rundwanderweg, den Syke zu bieten hat, geht es dann durch weite Teile des Friedeholzes bis zur Schrebergartensiedlung am Hoyaer Berg. Dort gehört die Parzelle Nummer drei dem Kneippverein und lockt mit einem bunten, duftenden Garten zu einem Verweilpäuschen ein. Das Gelände soll zur besseren Nutzung noch weiter ausgebaut werden. Ein Gerätehaus, eine Gartentoilette und ein Warmwasserbecken wünscht Benter sich noch für das kleine grüne Paradies. Vom Garten aus führt der Weg dann wieder zurück zum Mühlenteich.Rund 4000 Euro betrugen die Kosten für die Anlage des Weges. 1000 Euro investierte der Kneipp-Verein aus eigenen Mitteln. Zudem legten die Mitglieder selbst tatkräftig mit Hand an. 3000 Euro spendierten die Sponsoren, die Kreissparkasse Syke und die Avacon. Ihre Vertreter – Ralf Felkl, stellvertretender Geschäftsführer der Kreissparkasse Syke, und Hermann Karnebogen, Kommunalmanager und Referent der Avacon Syke – bekräftigten zudem, dass sie das Projekt gern weiterhin unterstützen wollen.Ideen dafür gibt es jedenfalls noch reichlich. Das Projekt ist noch nicht abgeschlossen, betont Benter. Vielmehr „soll es sich weiter entwickeln, nach und nach“. Dabei sollen dann auch die lokale Gastronomie und die Kirchengemeinde mit eingebunden werden, um gesundes Essen und schöne Veranstaltungen in Verbindung mit dem Kneippweg zu bieten. Darüber hinaus wünscht Benter sich Trinkwasserstellen entlang des Weges, damit man keine Flaschen mitnehmen muss. 

Die FAZ schrieb…

immerhin eine ganze Seite war der Frankfurter Allgemeinen das Thema Kneipp wert !
Ein Freund schickte mir den Artikel, der bei Kneipp sofort an mich dachte…

Jahres-Hauptversammlung fällt aus

 Kreiszeitung Syke/Weyhe/Stuhr vom 19.01.2021

Syke - Vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Infektionsbestimmungen wird die für Februar anberaumte Jahreshauptversammlung der Mitglieder des Kneipp-Vereins Syke nicht stattfinden. Dies teilt der Vorstand in einer Presseinformation mit. Einen neuen Tenrmin wird er aller Voraussicht nach erst im Frühsommer nennen können.